Das Licht am Omeshorn

Kein Butz in der Gemeinde Lech wurde so häufig und von so vielen gesehen wie das geisterhafte Licht am Omeshorn. Im Sommer, aber auch mitten im Winter sah man in der Nacht ein flackerndes großes Licht aus der Alpe Gstüat über den Stutz herkommen und bald hoch, bald tief am steilen, unwegsamen Abhang des Omeshornes dahinstreifen. Auch bei tiefem Schnee sah man das Licht über die unzugänglichsten Stellen dahinleuchten und allmählich im Zürstale verschwinden. 

Der Butz folgte einmal einer Frau, die in der Nacht durch das Zürstal hinaufging. Das Licht nahte sich ihr auf etliche Schritte; wenn das Weib stehen blieb, so rührte sich auch das Licht nicht; wenn die Frau ging, folgte ihr auch der Butz. 

Etwa vor fünfzig Jahren ging Franz Schneider vom Heimgarten auf die jenseits des Omeshornes gelegene Schafalpe. Es war stockfinstere Nacht. Da leuchtete auf einmal am Omeshorn drüben das geisternde Licht. Franz glaubte nicht an Butzgeschichten und sagte spöttisch: »Wenn nur das Licht käme und mir zündete." Im selben Augenblick kam das Licht eilig herüber und war bald in der Nähe des Spötters. Der Bursche sprang sich halb tot. Das Licht folgte ihm bis zur Hütte, wo es auf einmal verschwand. 

Quelle: Im Sagenwald, Neue Sagen aus Vorarlberg, Richard Beitl, 1953, Nr. 431, S. 241

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung des Archivs der Gemeinde Lech.

Aufzeichnungen zur Folge waren Nachfahren der Familie Rützler, die bereits um 1650 in Lech gelebt haben, die ersten Besitzer. Johann-Josef Huber hat das Haus aus dem Nachlass eines Unbekannten gesteigert und ist seither im Familienbesitz der Familie Huber – mittlerweile in der 5. Generation. 

Im Jahr 2005 haben sich Daniel Huber und seine Lebensgefährtin entschlossen, das Haus teilweise für private Zwecke aber auch für die Vermietung von „High-Standard Appartements“ umzubauen.

Das Licht am Omeshorn , eine alte Sage aus Lech.

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